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Erbe-Ratgeber

Teilungsversteigerung: Was sie kostet und was Sie tun können

Jeder Miterbe kann das Haus in der Regel versteigern lassen, auch gegen den Willen der anderen. Wer den Antrag stellt, zahlt erst einmal. Wer ihn bekommt, hat für einen Aufschub nur zwei Wochen.

Beleg: Antrag: § 181 ZVG
Das heißt: Jeder Erbe kann die Auflösung verlangen, soweit sich aus den §§ 2043 bis 2045 BGB nichts anderes ergibt, bei einem Haus durch Versteigerung, auch gegen den Willen der anderen. Ein Urteil gegen sie ist nicht nötig. Wer nicht selbst eingetragen ist, macht mit Urkunden glaubhaft, dass er geerbt hat (§ 181 Abs. 4 ZVG).
Dass der Antragsteller zuerst zahlt, folgt aus § 15 Abs. 1 und § 26 Abs. 1 GKG. Die zwei Wochen stehen in § 30b Abs. 1 ZVG, der über § 180 Abs. 2 Satz 3 ZVG gilt.
„Die Versteigerung des ganzen Objektes findet daher auch gegen den Willen des/der übrigen Miteigentümer statt.“
Amtsgericht Kerpen: Merkblatt zur Teilungsversteigerung · Quelle öffnen
„Ein vollstreckbarer Titel ist nicht erforderlich.“
§ 181 Abs. 1 Zwangsversteigerungsgesetz · Gesetz öffnen
„Die Erbfolge ist durch Urkunden glaubhaft zu machen, sofern sie nicht bei dem Gericht offenkundig ist.“
§ 17 Abs. 3 Zwangsversteigerungsgesetz · Gesetz öffnen
Weitere Quellen: § 2042 BGB · § 753 BGB. Stand 06.11.2026

Frist rechnen Kosten rechnen

Nils Kummer

Nils Kummer, Volkswirt · Klickhütte UG Stand 6. November 2026 · mit KI erstellt · 51 Quellen, jede Rechtsaussage belegt

Allgemeine Information, keine Rechtsberatung im Einzelfall

Was trifft auf Sie zu?

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Ich habe Post vom Gericht

Bis wann Sie handeln können und was das heißt

Das Haus ist damit noch nicht versteigert, und raus muss mit dem Antrag noch niemand.

Beleg: §§ 93, 183 ZVG
Das heißt: Wer nach dem Zuschlag kein Recht mehr hat, im Haus zu sein, kann mit dem Beschluss über den Zuschlag zur Räumung gezwungen werden. Fremde Mieter bleiben. Der neue Eigentümer tritt in ihren Vertrag ein und hat hier kein besonderes Kündigungsrecht.
„Der Zuschlag ist dem Meistbietenden zu erteilen.“
§ 81 Abs. 1 Zwangsversteigerungsgesetz · Gesetz öffnen
„findet gegen den Besitzer des Grundstücks oder einer mitversteigerten Sache die Zwangsvollstreckung auf Räumung und Herausgabe statt“
§ 93 Abs. 1 Satz 1 Zwangsversteigerungsgesetz · Gesetz öffnen
„Die Zwangsvollstreckung soll nicht erfolgen, wenn der Besitzer auf Grund eines Rechts besitzt, das durch den Zuschlag nicht erloschen ist.“
§ 93 Abs. 1 Satz 2 Zwangsversteigerungsgesetz · Gesetz öffnen

Eilig ist etwas anderes. Sie haben zwei Wochen, um zu beantragen, dass das Verfahren anhält. Die Frist läuft ab der Zustellung des Hinweises, der möglichst zusammen mit dem Beschluss kommen soll.

Beleg: §§ 30b, 180 ZVG
Das heißt: Der Antrag auf Aufschub muss binnen zwei Wochen kommen. Die Frist läuft ab der Zustellung des Hinweises, der möglichst zusammen mit dem Beschluss kommt.
Im Gesetz steht „Schuldner“. Über § 180 Abs. 2 Satz 3 ZVG gilt das in der Teilungsversteigerung für Miteigentümer entsprechend. Das Merkblatt des Amtsgerichts Ludwigshafen nennt Erbengemeinschaften ausdrücklich und dieselbe Frist.
„Die einstweilige Einstellung ist binnen einer Notfrist von zwei Wochen zu beantragen. Die Frist beginnt mit der Zustellung der Verfügung, in welcher der Schuldner auf das Recht zur Stellung des Einstellungsantrages, den Fristbeginn und die Rechtsfolgen eines fruchtlosen Fristablaufs hingewiesen wird.“
§ 30b Abs. 1 Satz 1 und 2 Zwangsversteigerungsgesetz · Gesetz öffnen
„Der Hinweis ist möglichst zugleich mit dem Beschluß, durch den die Zwangsversteigerung angeordnet wird, zuzustellen.“
§ 30b Abs. 1 Satz 3 Zwangsversteigerungsgesetz · Gesetz öffnen
„Von der Zustellung des Anordnungsbeschlusses an hat/haben der/die Antragsgegner zunächst binnen einer Frist von 2 Wochen die Möglichkeit, einen Einstellungsantrag gem. § 180 Absatz 2 oder 3 ZVG zu stellen.“
Amtsgericht Ludwigshafen: Merkblatt zur Teilungsversteigerung, Stand 01.01.2023 · Quelle öffnen
Weitere Quellen: § 180 ZVG. Stand 06.11.2026

Gemeint ist das Schreiben mit dem Hinweis auf den Aufschub. Wird es in den Briefkasten gelegt, steht das Datum auf dem Umschlag.

Tragen Sie den Tag ein, dann zählt der Rechner die Frist.

Der Rechner zählt von dem Tag, den Sie eingegeben haben. Ob Ihre Frist an diesem Tag begonnen hat, prüft er nicht. Sind Sie unsicher, rechnen Sie mit dem frühesten möglichen Tag.

Von diesem Tag an gezählt
  1. Tag 0 ZustellungDieser Tag zählt nicht mit.
  2. Woche 2 Letzter TagDer Antrag muss dann beim Amtsgericht sein.

Wird das Schreiben in den Briefkasten gelegt, steht das Datum auf dem Umschlag. Heben Sie ihn auf.

Beleg: § 180 ZPO
Das heißt: Wird das Schreiben in den Briefkasten gelegt, gilt es damit als zugestellt, und der Zusteller schreibt das Datum auf den Umschlag.
Das Gericht kann auch per Einschreiben mit Rückschein zustellen (§ 3 ZVG). Dann gilt ein anderer Nachweis.
„Mit der Einlegung gilt das Schriftstück als zugestellt. Der Zusteller vermerkt auf dem Umschlag des zuzustellenden Schriftstücks das Datum der Zustellung.“
§ 180 Satz 2 und 3 Zivilprozessordnung · Gesetz öffnen
„Sie können durch Einschreiben mit Rückschein erfolgen.“
§ 3 Satz 2 Zwangsversteigerungsgesetz · Gesetz öffnen
Stand 06.11.2026

Wenn der letzte Tag auf ein Wochenende oder einen Feiertag fällt, zählt der nächste Werktag.

Beleg: § 222 ZPO
Das heißt: Fällt das Ende auf einen Samstag, Sonntag oder Feiertag, endet die Frist am nächsten Werktag.
Der Rechner kennt nur die bundesweiten Feiertage, nicht die einzelner Länder.
„Fällt das Ende einer Frist auf einen Sonntag, einen allgemeinen Feiertag oder einen Sonnabend, so endet die Frist mit Ablauf des nächsten Werktages.“
§ 222 Abs. 2 Zivilprozessordnung · Gesetz öffnen
Stand 06.11.2026

Das Gericht hält das Verfahren bis zu sechs Monate an, wenn es das nach Abwägung der Interessen für angemessen hält. Einmal lässt sich das wiederholen. Sicher ist der Aufschub also nicht, und aufgehoben wäre die Versteigerung auch dann nicht.

Beleg: §§ 180, 30b ZVG
Das heißt: Das Gericht hält das Verfahren bis zu sechs Monate an, wenn das nach Abwägung angemessen ist. Der Antrag muss binnen zwei Wochen kommen, nachdem Ihnen der Hinweis des Gerichts zugestellt wurde.
Im Gesetz steht „Miteigentümer“. Laut dem Merkblatt unten gilt für Erben dasselbe Verfahren.
„Die einstweilige Einstellung des Verfahrens ist auf Antrag eines Miteigentümers auf die Dauer von längstens sechs Monaten anzuordnen, wenn dies bei Abwägung der widerstreitenden Interessen der mehreren Miteigentümer angemessen erscheint“
§ 180 Abs. 2 Satz 1 Zwangsversteigerungsgesetz · Gesetz öffnen
„binnen einer Notfrist von zwei Wochen“
§ 30b Abs. 1 Satz 1 Zwangsversteigerungsgesetz · Gesetz öffnen
„Die einmalige Wiederholung der Einstellung ist zulässig.“
§ 180 Abs. 2 Satz 2 Zwangsversteigerungsgesetz · Gesetz öffnen

So kann der Antrag aussehen

Ein allgemeines Muster für eine typische Lage, nicht für Ihren Fall geschrieben. Ob es zu Ihnen passt, können Sie selbst entscheiden oder klären lassen.

Muster: Antrag auf Aufschub

An das Amtsgericht [Ort], Aktenzeichen [steht auf dem Beschluss]. Von [Name, Anschrift]. Ich beantrage, das Verfahren einstweilen einzustellen, für die Dauer von [bis zu sechs Monaten]. Gründe: [was gerade jetzt gegen die Versteigerung spricht].

[Ort, Datum, Unterschrift]

Nächster Schritt: Tragen Sie den Tag ein. Der Antrag muss rechtzeitig bei dem Amtsgericht sein, das Ihnen geschrieben hat. Was in Ihrem Fall dafür spricht, kann eine Anwältin oder ein Anwalt einschätzen. Was das erste Gespräch kostet und was bei wenig Geld hilft: Wer hilft weiter.

Ich überlege, den Antrag zu stellen

Was auf Sie zukommt, bevor Sie unterschreiben

Vielleicht wohnt einer im Haus und zahlt nichts, oder keiner antwortet mehr. Der Antrag ist ein schwerer Schritt in einer Familie, und er kostet erst einmal Geld.

Die Zustimmung der anderen brauchen Sie nicht, auch kein Urteil gegen sie. Ihr Erbe müssen Sie dem Gericht aber belegen.

Beleg: Antrag: § 181 ZVG
Das heißt: Jeder Erbe kann die Auflösung verlangen, soweit sich aus den §§ 2043 bis 2045 BGB nichts anderes ergibt, bei einem Haus durch Versteigerung, auch gegen den Willen der anderen. Ein Urteil gegen sie ist nicht nötig. Wer nicht selbst eingetragen ist, macht mit Urkunden glaubhaft, dass er geerbt hat (§ 181 Abs. 4 ZVG).
Dass der Antragsteller zuerst zahlt, folgt aus § 15 Abs. 1 und § 26 Abs. 1 GKG. Die zwei Wochen stehen in § 30b Abs. 1 ZVG, der über § 180 Abs. 2 Satz 3 ZVG gilt.
„Die Versteigerung des ganzen Objektes findet daher auch gegen den Willen des/der übrigen Miteigentümer statt.“
Amtsgericht Kerpen: Merkblatt zur Teilungsversteigerung · Quelle öffnen
„Ein vollstreckbarer Titel ist nicht erforderlich.“
§ 181 Abs. 1 Zwangsversteigerungsgesetz · Gesetz öffnen
„Die Erbfolge ist durch Urkunden glaubhaft zu machen, sofern sie nicht bei dem Gericht offenkundig ist.“
§ 17 Abs. 3 Zwangsversteigerungsgesetz · Gesetz öffnen
Weitere Quellen: § 2042 BGB · § 753 BGB. Stand 06.11.2026

Der Antrag geht an das Amtsgericht, in dessen Bezirk das Haus liegt.

Beleg: § 1 ZVG
Das heißt: Zuständig ist das Amtsgericht, in dessen Bezirk das Haus liegt. Die Länder können das bei einzelnen Gerichten bündeln.
„Für die Zwangsversteigerung und die Zwangsverwaltung eines Grundstücks ist als Vollstreckungsgericht das Amtsgericht zuständig, in dessen Bezirk das Grundstück belegen ist.“
§ 1 Abs. 1 Zwangsversteigerungsgesetz · Gesetz öffnen
Stand 06.11.2026

Das Gericht verlangt von Ihnen die Gebühr für den Antrag und einen Vorschuss für den Termin, in der Regel auch einen für das Gutachten. Gebühr und Vorschuss für den Termin rechnet das Feld unten für Ihren Wert aus.

Beleg: § 15 GKG
Das heißt: Das Gericht verlangt die Gebühr für den Antrag und einen Vorschuss in Höhe des Doppelten der Termingebühr, in der Regel auch einen für das Gutachten.
§ 15 GKG nennt nicht, wer zahlt. Dass es der Antragsteller ist, folgt aus § 26 GKG. Einer der beiden Vorschüsse im Merkblatt des Amtsgerichts Ludwigshafen ist der für das Gutachten. Laut diesem Merkblatt werden geleistete Vorschüsse zurückerstattet, wenn der Zuschlag erteilt wird. Endet das Verfahren anders, werden sie auf die Gerichtskosten verrechnet. Andere Gerichte haben wir dazu nicht gelesen.
„Entscheidung über den Antrag auf Anordnung der Zwangsversteigerung oder über den Beitritt zum Verfahren“
Gerichtskostengesetz, Kostenverzeichnis (Anlage 1), Nr. 2210 · Gesetz öffnen
„ein Vorschuss in Höhe des Doppelten einer Gebühr für die Abhaltung des Versteigerungstermins“
§ 15 Abs. 1 Gerichtskostengesetz · Gesetz öffnen
„In der Regel fordert das Gericht im Laufe des Verfahrens zwei Vorschüsse für die anfallenden Kosten an“
Amtsgericht Ludwigshafen: Merkblatt zur Teilungsversteigerung, Stand 01.01.2023 · Quelle öffnen
Weitere Quellen: § 26 GKG. Stand 06.11.2026

Reicht der Erlös nicht für die Kosten, schulden Sie, was fehlt.

Beleg: Kosten: § 109 ZVG (unten)

Davor lohnt sich der Blick auf die anderen Wege, denn einen Marktpreis garantiert hier keiner. Wenn ein Miterbe im Haus wohnt und nichts zahlt, steht das Erste, was Sie tun können, auf der Seite Haus geerbt: Einer wohnt im Haus und zahlt nichts.

Nächster Schritt: Rechnen Sie die Kosten für Ihren Wert aus und besprechen Sie Ihre Lage vor dem Antrag mit einer Anwältin oder einem Anwalt, wenn Sie unsicher sind.

Ich wohne im Haus

Was der Zuschlag heißt und wie Sie Zeit gewinnen

Das ist vermutlich die schwerste Lage, denn hier geht es um Ihr Zuhause.

Mit dem Antrag müssen Sie noch nicht raus. Das ändert erst der Zuschlag, mit dem das Gericht das Haus dem Höchstbietenden zuspricht. Dann kann der neue Eigentümer mit dem Beschluss die Räumung durchsetzen.

Beleg: §§ 93, 183 ZVG
Das heißt: Wer nach dem Zuschlag kein Recht mehr hat, im Haus zu sein, kann mit dem Beschluss über den Zuschlag zur Räumung gezwungen werden. Fremde Mieter bleiben. Der neue Eigentümer tritt in ihren Vertrag ein und hat hier kein besonderes Kündigungsrecht.
„Der Zuschlag ist dem Meistbietenden zu erteilen.“
§ 81 Abs. 1 Zwangsversteigerungsgesetz · Gesetz öffnen
„findet gegen den Besitzer des Grundstücks oder einer mitversteigerten Sache die Zwangsvollstreckung auf Räumung und Herausgabe statt“
§ 93 Abs. 1 Satz 1 Zwangsversteigerungsgesetz · Gesetz öffnen
„Die Zwangsvollstreckung soll nicht erfolgen, wenn der Besitzer auf Grund eines Rechts besitzt, das durch den Zuschlag nicht erloschen ist.“
§ 93 Abs. 1 Satz 2 Zwangsversteigerungsgesetz · Gesetz öffnen

Wie lange es bis dahin dauert, hängt am Gericht. Das Amtsgericht Ludwigshafen nennt für den ersten Termin frühestens ein Jahr nach der Anordnung. Eine Zahl für alle Gerichte haben wir nicht gefunden.

Beleg: Merkblatt Gericht
Das heißt: Ein Amtsgericht nennt für den ersten Termin frühestens ein Jahr nach der Anordnung.
Das gilt für dieses eine Gericht, Stand 01.01.2023. Eine Zahl für alle Gerichte haben wir nicht gefunden.
„Ein erster Termin findet regelmäßig frühestens 1 Jahr nach Anordnung statt, je nach Anzahl der zu terminierenden Verfahren muss jedoch auch mit einer längeren Wartezeit gerechnet werden.“
Amtsgericht Ludwigshafen: Merkblatt zur Teilungsversteigerung, Stand 01.01.2023 · Quelle öffnen
Stand 06.11.2026

Zeit gewinnen können Sie mit dem Antrag auf Aufschub, wenn Sie die zwei Wochen einhalten.

Beleg: §§ 180, 30b ZVG (oben)

Sie dürfen auch selbst mitbieten, im Termin gelten für Sie im Grundsatz dieselben Regeln wie für jeden Bieter.

Beleg: Merkblatt Gericht
Das heißt: Ein Miterbe darf mitbieten und wird im Termin im Grundsatz behandelt wie jeder andere Bieter. Zum Verteilungstermin zahlt er den vollen Betrag, wenn er sich nicht vorher mit den anderen über die Verteilung geeinigt hat.
Das steht im Merkblatt eines Amtsgerichts, nicht im Gesetz. Das Gesetz geht bei der Gebühr für den Zuschlag davon aus, dass ein Miterbe mitbieten kann (§ 54 Abs. 2 GKG).
„Soweit ein Miteigentümer das Grundstück oder die Wohnung selber erwerben will, ist er genauso innerhalb des Versteigerungstermines zu behandeln, wie ein verfahrensfremder Bieter.“
Amtsgericht Kerpen: Merkblatt zur Teilungsversteigerung · Quelle öffnen
„Ebenso muß er zum Verteilungstermin den vollen Steigpreis an das Gericht zahlen, es sei denn, er hat sich vorher mit seinen Miteigentümern über die Erlösverteilung geeinigt.“
Amtsgericht Kerpen: Merkblatt zur Teilungsversteigerung · Quelle öffnen
Weitere Quellen: § 54 GKG. Stand 06.11.2026

Fremde Mieter bleiben im Haus, ihr Vertrag läuft weiter.

Beleg: §§ 93, 183 ZVG (oben)

Hatten Sie selbst mit dem Verstorbenen einen Mietvertrag, lassen Sie das beraten. Diese Seite beantwortet das nicht.

Nächster Schritt: Prüfen Sie zuerst die Frist. Frist rechnen

Ich will selbst mitbieten

Sicherheit, Zahlung und was Ihr Anteil nützt

Sie wollen das Haus halten oder zurückholen. Wichtig ist, das Geld rechtzeitig bereit zu haben.

Direkt nach Ihrem Gebot kann ein Beteiligter eine Sicherheit verlangen, in der Regel ein Zehntel des Werts. Bar geht das nicht.

Beleg: §§ 67, 68 ZVG
Das heißt: Ein Beteiligter kann direkt nach dem Gebot eine Sicherheit verlangen (§ 67 Abs. 1 ZVG), in der Regel ein Zehntel des Werts. Bar geht das nicht (§ 69 Abs. 1 ZVG), wohl aber etwa per Verrechnungsscheck einer Bank oder Überweisung vorab, wenn der Nachweis im Termin vorliegt.
Darüber hinaus kann in bestimmten Fällen mehr verlangt werden (§ 68 Abs. 2 und 3 ZVG). Wem eine gedeckte Grundschuld zusteht, der braucht als Miteigentümer keine Sicherheit (§ 184 ZVG).
„Die Sicherheit ist für ein Zehntel des in der Terminsbestimmung genannten, anderenfalls des festgesetzten Verkehrswerts zu leisten.“
§ 68 Abs. 1 Satz 1 Zwangsversteigerungsgesetz · Gesetz öffnen
„Die Sicherheitsleistung kann durch Übergabe von Verrechnungsschecks bewirkt werden, die frühestens am dritten Werktag vor dem Versteigerungstermin ausgestellt worden sind.“
§ 69 Abs. 2 Satz 1 Zwangsversteigerungsgesetz · Gesetz öffnen
„Die Sicherheitsleistung kann durch Überweisung auf ein Konto der Gerichtskasse bewirkt werden, wenn der Betrag der Gerichtskasse vor dem Versteigerungstermin gutgeschrieben ist und ein Nachweis hierüber im Termin vorliegt.“
§ 69 Abs. 4 Zwangsversteigerungsgesetz · Gesetz öffnen
Weitere Quellen: § 67 ZVG · § 184 ZVG. Stand 06.11.2026

Möglich sind etwa ein Verrechnungsscheck, den eine Bank frühestens am dritten Werktag vor dem Termin ausgestellt hat, oder eine Überweisung, die vor dem Termin gutgeschrieben und im Termin nachgewiesen ist. Fragen Sie das Gericht vorher, was es braucht.

Beleg: §§ 67, 68 ZVG (oben)

Wenn Sie den Zuschlag bekommen, überweisen Sie das Geld so rechtzeitig an die Gerichtskasse, dass es vor dem Verteilungstermin gutgeschrieben ist. Ab dem Zuschlag laufen Zinsen.

Beleg: § 49 ZVG, Merkblatt
Das heißt: Wer den Zuschlag bekommt, überweist das Geld so rechtzeitig an die Gerichtskasse, dass es vor dem Verteilungstermin gutgeschrieben ist. Ab dem Zuschlag laufen Zinsen. Das Merkblatt eines Amtsgerichts sagt zudem: Über die Verteilung müssen sich die Eigentümer selbst einigen.
„Das Bargebot ist so rechtzeitig durch Überweisung auf ein Konto der Gerichtskasse zu entrichten, dass der Betrag der Gerichtskasse vor dem Verteilungstermin gutgeschrieben ist und ein Nachweis hierüber im Termin vorliegt.“
§ 49 Abs. 3 Zwangsversteigerungsgesetz · Gesetz öffnen
„Das Bargebot ist von dem Zuschlag an zu verzinsen.“
§ 49 Abs. 2 Zwangsversteigerungsgesetz · Gesetz öffnen
„Vielmehr müssen sich die Eigentümer selbst über die Verteilung des Geldes einigen“
Amtsgericht Kerpen: Merkblatt zur Teilungsversteigerung · Quelle öffnen
Stand 06.11.2026

Ihr Anteil als Miterbe senkt die Grundlage der Gebühr für den Zuschlag.

Beleg: §§ 34, 54 GKG (unten)

Zum Verteilungstermin zahlen Sie den vollen Betrag, wenn Sie sich nicht vorher mit den anderen über die Verteilung geeinigt haben.

Beleg: Merkblatt Gericht
Das heißt: Ein Miterbe darf mitbieten und wird im Termin im Grundsatz behandelt wie jeder andere Bieter. Zum Verteilungstermin zahlt er den vollen Betrag, wenn er sich nicht vorher mit den anderen über die Verteilung geeinigt hat.
Das steht im Merkblatt eines Amtsgerichts, nicht im Gesetz. Das Gesetz geht bei der Gebühr für den Zuschlag davon aus, dass ein Miterbe mitbieten kann (§ 54 Abs. 2 GKG).
„Soweit ein Miteigentümer das Grundstück oder die Wohnung selber erwerben will, ist er genauso innerhalb des Versteigerungstermines zu behandeln, wie ein verfahrensfremder Bieter.“
Amtsgericht Kerpen: Merkblatt zur Teilungsversteigerung · Quelle öffnen
„Ebenso muß er zum Verteilungstermin den vollen Steigpreis an das Gericht zahlen, es sei denn, er hat sich vorher mit seinen Miteigentümern über die Erlösverteilung geeinigt.“
Amtsgericht Kerpen: Merkblatt zur Teilungsversteigerung · Quelle öffnen
Weitere Quellen: § 54 GKG. Stand 06.11.2026

Nächster Schritt: Sprechen Sie vor dem Termin mit Ihrer Bank und mit dem Gericht. Wie Sie bieten, kann diese Seite nicht sagen.

Wir wollen es doch noch abwenden

Wie das Verfahren endet und was es dann kostet

Manchmal ist schon der Antrag der Anlass, doch noch zu reden. Dann zählt, wie Sie das Verfahren sauber beenden.

Wenn alle, die das Verfahren betreiben, den Antrag zurücknehmen, hebt das Gericht es auf. Geschieht das erst nach dem Schluss der Versteigerung, bekommt der Bieter das Haus nicht.

Beleg: §§ 29, 33 ZVG
Das heißt: Wird der Antrag zurückgenommen, ist das Verfahren aufzuheben. Geschieht das erst nach dem Schluss der Versteigerung, hebt das Gericht das Verfahren nicht mehr auf, sondern versagt den Zuschlag.
Im Gesetz steht „Gläubiger“. In der Teilungsversteigerung gelten dieselben Vorschriften (§ 180 Abs. 1 ZVG). Ist ein anderer Miterbe dem Verfahren beigetreten, hat er dieselben Rechte, wie wenn auf seinen Antrag die Versteigerung angeordnet wäre (§ 27 Abs. 2 ZVG).
„Das Verfahren ist aufzuheben, wenn der Versteigerungsantrag von dem Gläubiger zurückgenommen wird.“
§ 29 Zwangsversteigerungsgesetz · Gesetz öffnen
„Nach dem Schluß der Versteigerung darf, wenn ein Grund zur Aufhebung oder zur einstweiligen Einstellung des Verfahrens oder zur Aufhebung des Termins vorliegt, die Entscheidung nur durch Versagung des Zuschlags gegeben werden.“
§ 33 Zwangsversteigerungsgesetz · Gesetz öffnen
„Soll die Zwangsversteigerung zum Zwecke der Aufhebung einer Gemeinschaft erfolgen, so finden die Vorschriften des Ersten und Zweiten Abschnitts entsprechende Anwendung“
§ 180 Abs. 1 Zwangsversteigerungsgesetz · Gesetz öffnen
Weitere Quellen: § 27 ZVG. Stand 06.11.2026

Wer den Antrag gestellt hat, kann das Verfahren auch nur anhalten lassen, etwa solange Sie verhandeln. Beim dritten Mal gilt das als Rücknahme.

Beleg: § 30 ZVG
Das heißt: Der Antragsteller kann das Verfahren anhalten lassen, auch mehrfach. Die dritte Bewilligung gilt als Rücknahme.
Im Gesetz steht „Gläubiger“. In der Teilungsversteigerung gelten dieselben Vorschriften entsprechend (§ 180 Abs. 1 ZVG).
„Das Verfahren ist einstweilen einzustellen, wenn der Gläubiger die Einstellung bewilligt.“
§ 30 Abs. 1 Satz 1 Zwangsversteigerungsgesetz · Gesetz öffnen
„Ist das Verfahren auf Grund einer Bewilligung des Gläubigers bereits zweimal eingestellt, so gilt eine erneute Einstellungsbewilligung als Rücknahme des Versteigerungsantrags.“
§ 30 Abs. 1 Satz 3 Zwangsversteigerungsgesetz · Gesetz öffnen
Weitere Quellen: § 180 ZVG. Stand 06.11.2026

Je früher es endet, desto weniger kostet es, die Gebühr sinkt in Stufen. Was das bei Ihrem Wert ausmacht, zeigt das Feld unten.

Beleg: Gebühr: Nr. 2212 GKG
Das heißt: Endet das Verfahren früh, sinkt die Gebühr. Wird der Zuschlag wegen eines zu niedrigen Gebots versagt, entfällt die Gebühr für den Versteigerungstermin.
Die Gebühr sinkt in Stufen: Nr. 2212 vor der Bestimmung des ersten Termins, Nr. 2213 bis 2215 fallen erst mit Termin, Zuschlag und Verteilung an. § 74a und § 85a ZVG betreffen Gebote unter sieben Zehnteln und unter der Hälfte des Werts.
„Beendigung des Verfahrens vor Ablauf des Tages, an dem die Verfügung mit der Bestimmung des ersten Versteigerungstermins unterschrieben ist: Die Gebühr 2211 ermäßigt sich auf“
Gerichtskostengesetz, Kostenverzeichnis (Anlage 1), Nr. 2212 · Gesetz öffnen
„Abhaltung mindestens eines Versteigerungstermins mit Aufforderung zur Abgabe von Geboten“
Gerichtskostengesetz, Kostenverzeichnis (Anlage 1), Nr. 2213 · Gesetz öffnen
„Die Gebühr entfällt, wenn der Zuschlag aufgrund des § 74a oder des § 85a ZVG versagt bleibt.“
Gerichtskostengesetz, Kostenverzeichnis (Anlage 1), Nr. 2213 · Gesetz öffnen
Stand 06.11.2026

Bis zum Zuschlag können Sie das Haus auch behalten, einer kann es übernehmen, oder Sie verkaufen es gemeinsam. Dafür müssen alle mitmachen.

Beleg: § 90 ZVG
Das heißt: Das Haus geht erst mit dem Zuschlag an den Bieter über. Die Wege davor brauchen alle Erben.
„Durch den Zuschlag wird der Ersteher Eigentümer des Grundstücks“
§ 90 Abs. 1 Zwangsversteigerungsgesetz · Gesetz öffnen
„Die Erben können über einen Nachlassgegenstand nur gemeinschaftlich verfügen.“
§ 2040 Abs. 1 BGB · Gesetz öffnen
Stand 06.11.2026

Nächster Schritt: Halten Sie fest, was Sie vereinbart haben, bevor der Antrag zurückgenommen wird. Wege dafür unter Haus geerbt.

Das Haus ist versteigert

Wie das Geld zu den Erben kommt

Der Zuschlag ist da, und der Streit ist damit nicht automatisch zu Ende.

Das Gericht teilt das Geld nicht unter Ihnen auf. Darüber müssen sich die Erben selbst einigen, sonst wird es für alle gemeinsam hinterlegt. Vorher gehen noch die Gerichtskosten ab, und unter den Erben kommen zuerst die Schulden des Erbes dran.

Beleg: Merkblatt Gericht
Das heißt: Das Gericht teilt das Geld nicht unter den Erben auf. Darüber müssen sie sich selbst einigen, sonst wird es für alle gemeinsam hinterlegt. Aus dem Erlös gehen zunächst die Gerichtskosten und bestimmte Lasten ab, unter den Erben dann die Schulden des Erbes.
Die Einigung und die Gerichtskosten stehen in den Merkblättern zweier Amtsgerichte, die Schulden des Erbes in § 2046 BGB.
„das der Erlös nicht vom Gericht verteilt wird. Vielmehr müssen sich die Eigentümer selbst über die Verteilung des Geldes einigen, da es ansonsten vom Versteigerungsgericht für alle ehemaligen Eigentümer gemeinsam hinterlegt wird.“
Amtsgericht Kerpen: Merkblatt zur Teilungsversteigerung · Quelle öffnen
„Aus dem Nachlass sind zunächst die Nachlassverbindlichkeiten zu berichtigen.“
§ 2046 Abs. 1 Satz 1 BGB · Gesetz öffnen
„Im Verteilungstermin werden aus dem Erlös zunächst die Gerichtskosten, Gerichtskostenvorschüsse der Parteien und ggfs. rückständige öffentliche Grundstückslasten (wie z.B. Grundsteuer) entnommen.“
Amtsgericht Ludwigshafen: Merkblatt zur Teilungsversteigerung, Stand 01.01.2023 · Quelle öffnen
Stand 06.11.2026

Nächster Schritt: Halten Sie schriftlich fest, wer welchen Teil bekommt. Einigen Sie sich nicht, kann eine Anwältin oder ein Anwalt die Wege klären.

Keine Zeile passt? Der Ablauf Schritt für Schritt. Geht es noch um die Gemeinschaft? Erbengemeinschaft. Diese Auswahl kennt nur typische Lagen. Weicht Ihre ab, kann etwas anderes gelten.

Was kostet eine Teilungsversteigerung?

Bei einem Wert und einem Gebot von je 300.000 Euro sind es 5.876 Euro Gerichtsgebühren. Davon gehen 4.317 Euro vom Erlös ab, 1.439 Euro zahlt der Bieter, 120 Euro der Antragsteller. Das Gesetz gibt diese Beträge für den Regelfall vor, für Ihren Wert rechnet das Feld hier.

Beleg: §§ 34, 54 GKG
Das heißt: Die Gebühren für Verfahren und Termin richten sich nach dem vom Gericht festgesetzten Wert, Zuschlag und Verteilung nach dem Gebot samt den Rechten, die bestehen bleiben.
Der Rechner setzt Ihren geschätzten Wert ein. Ersteigert ein Miterbe, sinkt der Wert für die Zuschlagsgebühr um seinen Anteil (§ 54 Abs. 2 GKG). Findet keine gerichtliche Verteilung statt, sinkt die Verteilungsgebühr auf die Hälfte (Nr. 2216). Beides rechnet er nicht.
„Bei der Zwangsversteigerung von Grundstücken sind die Gebühren für das Verfahren im Allgemeinen und für die Abhaltung des Versteigerungstermins nach dem gemäß § 74a Absatz 5 des Gesetzes über die Zwangsversteigerung und die Zwangsverwaltung festgesetzten Wert zu berechnen.“
§ 54 Abs. 1 Satz 1 Gerichtskostengesetz · Gesetz öffnen
„Die Gebühr für die Erteilung des Zuschlags bestimmt sich nach dem Gebot ohne Zinsen, für das der Zuschlag erteilt ist, einschließlich des Werts der nach den Versteigerungsbedingungen bestehen bleibenden Rechte“
§ 54 Abs. 2 Satz 1 Gerichtskostengesetz · Gesetz öffnen
„Die Gebühr für das Verteilungsverfahren bestimmt sich nach dem Gebot ohne Zinsen, für das der Zuschlag erteilt ist, einschließlich des Werts der nach den Versteigerungsbedingungen bestehen bleibenden Rechte.“
§ 54 Abs. 3 Satz 1 Gerichtskostengesetz · Gesetz öffnen

Festsetzen wird den Wert das Gericht. Für den Überschlag reicht Ihre Schätzung.

Mitgerechnet werden Rechte, die bestehen bleiben, etwa Grundschulden.

Tragen Sie den Wert ein, dann stehen die Beträge da.

Gerechnet nach dem Gerichtskostengesetz, ohne Auslagen im Einzelfall. Den verbindlichen Betrag setzt das Gericht fest. Der Rechner geht davon aus, dass ein Fremder ersteigert.

Wer zahlt was?

Wenn der Erlös die Kosten nicht deckt, schuldet sie, wer den Antrag gestellt hat. Dazu kommen in der Regel ein Gutachten und weitere Auslagen, deren Höhe am Fall hängt. Einen eigenen Anwalt zahlen Sie extra.

Beleg: Kosten: § 109 ZVG
Das heißt: Die Kosten des Verfahrens gehen vom Erlös ab, die Gebühr für die Anordnung nicht. Was der Erlös nicht deckt, schuldet, wer den Antrag gestellt hat. Die Gebühr für den Zuschlag zahlt, wer das Haus ersteigert (§ 26 Abs. 2 GKG).
Was ein Gutachten und ein Anwalt im Einzelfall kosten, können wir hier nicht sagen.
„Aus dem Versteigerungserlös sind die Kosten des Verfahrens vorweg zu entnehmen, mit Ausnahme der durch die Anordnung des Verfahrens oder den Beitritt eines Gläubigers, durch den Zuschlag oder durch nachträgliche Verteilungsverhandlungen entstehenden Kosten.“
§ 109 Abs. 1 Zwangsversteigerungsgesetz · Gesetz öffnen
„wer das Verfahren beantragt hat, soweit die Kosten nicht dem Erlös entnommen werden können“
§ 26 Abs. 1 Gerichtskostengesetz · Gesetz öffnen
„Hierzu wird regelmäßig ein Sachverständiger mit der Bewertung des Objekts vom Gericht beauftragt.“
Amtsgericht Ludwigshafen: Merkblatt zur Teilungsversteigerung, Stand 01.01.2023 · Quelle öffnen

Im Lauf des Verfahrens verlangt das Gericht vom Antragsteller einen Vorschuss für den Termin, das Doppelte der Gebühr dafür, bei 300.000 Euro also 2.878 Euro. In der Regel kommt einer für das Gutachten dazu.

Beleg: § 15 GKG
Das heißt: Das Gericht verlangt die Gebühr für den Antrag und einen Vorschuss in Höhe des Doppelten der Termingebühr, in der Regel auch einen für das Gutachten.
§ 15 GKG nennt nicht, wer zahlt. Dass es der Antragsteller ist, folgt aus § 26 GKG. Einer der beiden Vorschüsse im Merkblatt des Amtsgerichts Ludwigshafen ist der für das Gutachten. Laut diesem Merkblatt werden geleistete Vorschüsse zurückerstattet, wenn der Zuschlag erteilt wird. Endet das Verfahren anders, werden sie auf die Gerichtskosten verrechnet. Andere Gerichte haben wir dazu nicht gelesen.
„Entscheidung über den Antrag auf Anordnung der Zwangsversteigerung oder über den Beitritt zum Verfahren“
Gerichtskostengesetz, Kostenverzeichnis (Anlage 1), Nr. 2210 · Gesetz öffnen
„ein Vorschuss in Höhe des Doppelten einer Gebühr für die Abhaltung des Versteigerungstermins“
§ 15 Abs. 1 Gerichtskostengesetz · Gesetz öffnen
„In der Regel fordert das Gericht im Laufe des Verfahrens zwei Vorschüsse für die anfallenden Kosten an“
Amtsgericht Ludwigshafen: Merkblatt zur Teilungsversteigerung, Stand 01.01.2023 · Quelle öffnen
Weitere Quellen: § 26 GKG. Stand 06.11.2026

Wenn das Verfahren früh endet, sinkt die Gebühr. Versagt das Gericht den Zuschlag wegen eines zu niedrigen Gebots, entfällt die Gebühr für den Termin.

Beleg: Gebühr: Nr. 2212 GKG
Das heißt: Endet das Verfahren früh, sinkt die Gebühr. Wird der Zuschlag wegen eines zu niedrigen Gebots versagt, entfällt die Gebühr für den Versteigerungstermin.
Die Gebühr sinkt in Stufen: Nr. 2212 vor der Bestimmung des ersten Termins, Nr. 2213 bis 2215 fallen erst mit Termin, Zuschlag und Verteilung an. § 74a und § 85a ZVG betreffen Gebote unter sieben Zehnteln und unter der Hälfte des Werts.
„Beendigung des Verfahrens vor Ablauf des Tages, an dem die Verfügung mit der Bestimmung des ersten Versteigerungstermins unterschrieben ist: Die Gebühr 2211 ermäßigt sich auf“
Gerichtskostengesetz, Kostenverzeichnis (Anlage 1), Nr. 2212 · Gesetz öffnen
„Abhaltung mindestens eines Versteigerungstermins mit Aufforderung zur Abgabe von Geboten“
Gerichtskostengesetz, Kostenverzeichnis (Anlage 1), Nr. 2213 · Gesetz öffnen
„Die Gebühr entfällt, wenn der Zuschlag aufgrund des § 74a oder des § 85a ZVG versagt bleibt.“
Gerichtskostengesetz, Kostenverzeichnis (Anlage 1), Nr. 2213 · Gesetz öffnen
Stand 06.11.2026

Wie läuft die Teilungsversteigerung ab?

  1. Antrag. Ein Miterbe stellt ihn beim Amtsgericht, in dessen Bezirk das Haus liegt.
    Beleg: § 1 ZVG
    Das heißt: Zuständig ist das Amtsgericht, in dessen Bezirk das Haus liegt. Die Länder können das bei einzelnen Gerichten bündeln.
    „Für die Zwangsversteigerung und die Zwangsverwaltung eines Grundstücks ist als Vollstreckungsgericht das Amtsgericht zuständig, in dessen Bezirk das Grundstück belegen ist.“
    § 1 Abs. 1 Zwangsversteigerungsgesetz · Gesetz öffnen
    Stand 06.11.2026
  2. Beschluss. Das Gericht ordnet die Versteigerung an und stellt ihn den anderen zu, möglichst mit dem Hinweis auf den Aufschub. Ab der Zustellung des Hinweises läuft die Frist von zwei Wochen. Frist rechnen
    Beleg: §§ 30b, 180 ZVG
    Das heißt: Der Antrag auf Aufschub muss binnen zwei Wochen kommen. Die Frist läuft ab der Zustellung des Hinweises, der möglichst zusammen mit dem Beschluss kommt.
    Im Gesetz steht „Schuldner“. Über § 180 Abs. 2 Satz 3 ZVG gilt das in der Teilungsversteigerung für Miteigentümer entsprechend. Das Merkblatt des Amtsgerichts Ludwigshafen nennt Erbengemeinschaften ausdrücklich und dieselbe Frist.
    „Die einstweilige Einstellung ist binnen einer Notfrist von zwei Wochen zu beantragen. Die Frist beginnt mit der Zustellung der Verfügung, in welcher der Schuldner auf das Recht zur Stellung des Einstellungsantrages, den Fristbeginn und die Rechtsfolgen eines fruchtlosen Fristablaufs hingewiesen wird.“
    § 30b Abs. 1 Satz 1 und 2 Zwangsversteigerungsgesetz · Gesetz öffnen
    „Der Hinweis ist möglichst zugleich mit dem Beschluß, durch den die Zwangsversteigerung angeordnet wird, zuzustellen.“
    § 30b Abs. 1 Satz 3 Zwangsversteigerungsgesetz · Gesetz öffnen
    „Von der Zustellung des Anordnungsbeschlusses an hat/haben der/die Antragsgegner zunächst binnen einer Frist von 2 Wochen die Möglichkeit, einen Einstellungsantrag gem. § 180 Absatz 2 oder 3 ZVG zu stellen.“
    Amtsgericht Ludwigshafen: Merkblatt zur Teilungsversteigerung, Stand 01.01.2023 · Quelle öffnen
    Weitere Quellen: § 180 ZVG. Stand 06.11.2026
  3. Wert. Das Gericht setzt den Wert fest, nötigenfalls nach einem Gutachten.
    Beleg: § 74a ZVG
    Das heißt: Den Wert setzt das Gericht fest, nötigenfalls nach einem Gutachten.
    „Der Grundstückswert (Verkehrswert) wird vom Vollstreckungsgericht, nötigenfalls nach Anhörung von Sachverständigen, festgesetzt.“
    § 74a Abs. 5 Satz 1 Zwangsversteigerungsgesetz · Gesetz öffnen
    Stand 06.11.2026
  4. Termin. Er muss in der Regel mindestens sechs Wochen vorher bekannt gemacht sein. War das Verfahren angehalten, reichen zwei Wochen. Dann wird geboten, und das Gericht entscheidet, wer das Haus bekommt (Zuschlag).
    Beleg: § 43 ZVG
    Das heißt: Der Termin muss in der Regel mindestens sechs Wochen vorher bekannt gemacht sein. War das Verfahren angehalten, reichen zwei Wochen.
    „Der Versteigerungstermin ist aufzuheben und von neuem zu bestimmen, wenn die Terminsbestimmung nicht sechs Wochen vor dem Termin bekanntgemacht ist.“
    § 43 Abs. 1 Satz 1 Zwangsversteigerungsgesetz · Gesetz öffnen
    „War das Verfahren einstweilen eingestellt, so reicht es aus, daß die Bekanntmachung der Terminsbestimmung zwei Wochen vor dem Termin bewirkt ist.“
    § 43 Abs. 1 Satz 2 Zwangsversteigerungsgesetz · Gesetz öffnen
    „Der Zuschlag ist dem Meistbietenden zu erteilen.“
    § 81 Abs. 1 Zwangsversteigerungsgesetz · Gesetz öffnen
    Stand 06.11.2026
  5. Erlös. Der Bieter zahlt an die Gerichtskasse, die Erben einigen sich über die Verteilung.
    Beleg: § 49 ZVG, Merkblatt
    Das heißt: Wer den Zuschlag bekommt, überweist das Geld so rechtzeitig an die Gerichtskasse, dass es vor dem Verteilungstermin gutgeschrieben ist. Ab dem Zuschlag laufen Zinsen. Das Merkblatt eines Amtsgerichts sagt zudem: Über die Verteilung müssen sich die Eigentümer selbst einigen.
    „Das Bargebot ist so rechtzeitig durch Überweisung auf ein Konto der Gerichtskasse zu entrichten, dass der Betrag der Gerichtskasse vor dem Verteilungstermin gutgeschrieben ist und ein Nachweis hierüber im Termin vorliegt.“
    § 49 Abs. 3 Zwangsversteigerungsgesetz · Gesetz öffnen
    „Das Bargebot ist von dem Zuschlag an zu verzinsen.“
    § 49 Abs. 2 Zwangsversteigerungsgesetz · Gesetz öffnen
    „Vielmehr müssen sich die Eigentümer selbst über die Verteilung des Geldes einigen“
    Amtsgericht Kerpen: Merkblatt zur Teilungsversteigerung · Quelle öffnen
    Stand 06.11.2026

Wie lange das dauert, hängt am Gericht. Das Amtsgericht Ludwigshafen nennt für den ersten Termin frühestens ein Jahr nach der Anordnung. Eine Zahl für alle Gerichte haben wir nicht gefunden.

Beleg: Merkblatt Gericht
Das heißt: Ein Amtsgericht nennt für den ersten Termin frühestens ein Jahr nach der Anordnung.
Das gilt für dieses eine Gericht, Stand 01.01.2023. Eine Zahl für alle Gerichte haben wir nicht gefunden.
„Ein erster Termin findet regelmäßig frühestens 1 Jahr nach Anordnung statt, je nach Anzahl der zu terminierenden Verfahren muss jedoch auch mit einer längeren Wartezeit gerechnet werden.“
Amtsgericht Ludwigshafen: Merkblatt zur Teilungsversteigerung, Stand 01.01.2023 · Quelle öffnen
Stand 06.11.2026

Wie viel bringt das Haus?

Die Sorge ist berechtigt, einen Marktpreis garantiert hier keiner. Ein Mindestgebot gibt es in jedem Termin. Es deckt die Kosten und die Rechte, die bestehen bleiben, und kann niedrig sein.

Beleg: §§ 44, 52, 182 ZVG
Das heißt: Das Mindestgebot muss die Kosten decken und die Rechte am Grundstück, die dabei zählen.
„Kann niedrig sein“ ist unser Schluss aus diesen Vorschriften: Zählen keine Rechte, bleiben nur die Kosten. Sind die Anteile ungleich belastet, erhöht sich das Mindestgebot um einen Ausgleich (§ 182 Abs. 2 ZVG).
„Bei der Versteigerung wird nur ein solches Gebot zugelassen, durch welches die dem Anspruch des Gläubigers vorgehenden Rechte sowie die aus dem Versteigerungserlös zu entnehmenden Kosten des Verfahrens gedeckt werden (geringstes Gebot).“
§ 44 Abs. 1 Zwangsversteigerungsgesetz · Gesetz öffnen
„Bei der Feststellung des geringsten Gebots sind die den Anteil des Antragstellers belastenden oder mitbelastenden Rechte an dem Grundstück sowie alle Rechte zu berücksichtigen, die einem dieser Rechte vorgehen oder gleichstehen.“
§ 182 Abs. 1 Zwangsversteigerungsgesetz · Gesetz öffnen
„Ein Recht bleibt insoweit bestehen, als es bei der Feststellung des geringsten Gebots berücksichtigt und nicht durch Zahlung zu decken ist.“
§ 52 Abs. 1 Satz 1 Zwangsversteigerungsgesetz · Gesetz öffnen
Weitere Quellen: § 180 ZVG. Stand 06.11.2026

Wenn das Gebot samt den Rechten, die bestehen bleiben, etwa Grundschulden, unter der Hälfte des Werts bleibt, spricht das Gericht dem Bieter das Haus nicht zu. Diese Bremse greift aber nur einmal.

Beleg: Zuschlag: § 85a ZVG
Das heißt: Bleibt das Gebot samt den Rechten, die bestehen bleiben, unter der Hälfte des Werts, spricht das Gericht dem Bieter das Haus nicht zu. Im neuen Termin gilt diese Grenze nicht mehr.
Die Grenze gilt nicht, wenn jemand bietet, dem aus dem Grundstück Geld zusteht, und sein Gebot samt den Rechten, die bestehen bleiben, und das, was er dabei selbst verliert (Ausfall), zusammen die Hälfte erreichen (§ 85a Abs. 3 ZVG).
„Der Zuschlag ist ferner zu versagen, wenn das abgegebene Meistgebot einschließlich des Kapitalwertes der nach den Versteigerungsbedingungen bestehenbleibenden Rechte die Hälfte des Grundstückswertes nicht erreicht.“
§ 85a Abs. 1 Zwangsversteigerungsgesetz · Gesetz öffnen
„In dem neuen Versteigerungstermin darf der Zuschlag weder aus den Gründen des Absatzes 1 noch aus denen des § 74a Abs. 1 versagt werden.“
§ 85a Abs. 2 Satz 2 Zwangsversteigerungsgesetz · Gesetz öffnen
Weitere Quellen: § 180 ZVG. Stand 06.11.2026

Kann man eine Teilungsversteigerung verhindern?

Allein verhindern kann ein Miterbe sie in der Regel nicht, denn jeder darf die Auflösung verlangen. Anders kann es sein, wenn etwa ein Testament das wirksam ausschließt.

Beleg: §§ 2042, 2044 BGB
Das heißt: Jeder Miterbe kann die Auflösung verlangen, bei einem Haus durch Versteigerung. Das Testament kann das meist höchstens für 30 Jahre ausschließen.
Länger als 30 Jahre geht es etwa, wenn das Testament den Ausschluss an ein Ereignis in der Person eines Erben knüpft (§ 2044 Abs. 2 Satz 2 BGB). Aus wichtigem Grund kann die Auflösung trotzdem verlangt werden (§ 749 Abs. 2 BGB).
„Jeder Miterbe kann jederzeit die Auseinandersetzung verlangen, soweit sich nicht aus den §§ 2043 bis 2045 ein anderes ergibt.“
§ 2042 Abs. 1 BGB · Gesetz öffnen
„Der Erblasser kann durch letztwillige Verfügung die Auseinandersetzung in Ansehung des Nachlasses oder einzelner Nachlassgegenstände ausschließen“
§ 2044 Abs. 1 Satz 1 BGB · Gesetz öffnen
„Die Verfügung wird unwirksam, wenn 30 Jahre seit dem Eintritt des Erbfalls verstrichen sind.“
§ 2044 Abs. 2 Satz 1 BGB · Gesetz öffnen
Weitere Quellen: § 753 BGB · § 749 BGB. Stand 06.11.2026

Sie können sie aufschieben, wenn Sie die zwei Wochen einhalten. Sie können mitbieten und mit den anderen über einen Abbruch reden, unter Wir wollen es doch noch abwenden.

Beleg: §§ 180, 30b ZVG (oben)

Frist rechnen

Für Eheleute, frühere Eheleute und Lebenspartner, denen das Haus allein zusammen gehört, gibt es einen eigenen Aufschub, wenn sonst ein gemeinsames Kind ernsthaft gefährdet wäre. Diese Seite ist für Erben geschrieben.

Beleg: § 180 Abs. 3 ZVG
Das heißt: Für Eheleute, frühere Eheleute und Lebenspartner, denen das Haus allein zusammen gehört, gibt es einen eigenen Aufschub, wenn ein gemeinsames Kind ernsthaft gefährdet wäre.
„Betreibt ein Miteigentümer die Zwangsversteigerung zur Aufhebung einer Gemeinschaft, der außer ihm nur sein Ehegatte, sein früherer Ehegatte, sein Lebenspartner oder sein früherer Lebenspartner angehört, so ist auf Antrag dieses Ehegatten, früheren Ehegatten, dieses Lebenspartners oder früheren Lebenspartners die einstweilige Einstellung des Verfahrens anzuordnen, wenn dies zur Abwendung einer ernsthaften Gefährdung des Wohls eines gemeinschaftlichen Kindes erforderlich ist.“
§ 180 Abs. 3 Satz 1 Zwangsversteigerungsgesetz · Gesetz öffnen
Stand 06.11.2026

Wann scheitert eine Teilungsversteigerung?

Wenn niemand bietet, hält das Gericht das Verfahren vorläufig an. Bleibt auch ein zweiter Termin ohne Ergebnis, hebt es das Verfahren auf.

Beleg: § 77 ZVG
Das heißt: Bietet niemand, wird das Verfahren vorläufig angehalten. Bleibt auch ein zweiter Termin ohne Ergebnis, wird es aufgehoben.
„Ist ein Gebot nicht abgegeben oder sind sämtliche Gebote erloschen, so wird das Verfahren einstweilen eingestellt.“
§ 77 Abs. 1 Zwangsversteigerungsgesetz · Gesetz öffnen
„Bleibt die Versteigerung in einem zweiten Termin gleichfalls ergebnislos, so wird das Verfahren aufgehoben.“
§ 77 Abs. 2 Satz 1 Zwangsversteigerungsgesetz · Gesetz öffnen
Stand 06.11.2026

Das Verfahren endet auch, wenn alle, die es betreiben, den Antrag zurücknehmen. Der Streit ist damit nicht gelöst, die Gemeinschaft besteht weiter.

Beleg: §§ 29, 33 ZVG (oben)

Wer hilft weiter?

Für ein erstes Beratungsgespräch beim Anwalt beträgt die Gebühr für Verbraucher höchstens 190 Euro, wenn nichts anderes vereinbart ist. Dazu kommen Umsatzsteuer und gegebenenfalls Auslagen. Fragen Sie vorher nach dem Preis.

Beleg: § 34 RVG
Das heißt: Für Verbraucher ist die Gebühr für das erste Beratungsgespräch ohne Vereinbarung auf 190 Euro begrenzt. Die Umsatzsteuer kommt dazu, Auslagen können dazukommen (Teil 7 des Vergütungsverzeichnisses).
„Wenn keine Vereinbarung getroffen worden ist, erhält der Rechtsanwalt Gebühren nach den Vorschriften des bürgerlichen Rechts.“
§ 34 Abs. 1 Satz 2 Rechtsanwaltsvergütungsgesetz · Gesetz öffnen
„Ist im Fall des Satzes 2 der Auftraggeber Verbraucher, beträgt die Gebühr für die Beratung oder für die Ausarbeitung eines schriftlichen Gutachtens jeweils höchstens 250 Euro; § 14 Absatz 1 gilt entsprechend; für ein erstes Beratungsgespräch beträgt die Gebühr jedoch höchstens 190 Euro.“
§ 34 Abs. 1 Satz 3 Rechtsanwaltsvergütungsgesetz · Gesetz öffnen
„Umsatzsteuer auf die Vergütung“
Vergütungsverzeichnis, Anlage 1 zum RVG, Nr. 7008 · Gesetz öffnen
Stand 06.11.2026

Bei wenig Einkommen und Vermögen kann das Amtsgericht Beratungshilfe bewilligen, Sie zahlen dann in der Regel 15 Euro. Sie gilt für Beratung außerhalb eines Gerichtsverfahrens. Läuft in Ihrem Fall schon ein Verfahren, nennt die Justiz die Prozesskostenhilfe. In Hamburg und Bremen gibt es stattdessen eine öffentliche Rechtsberatung.

Beleg: Beratungshilfe
Das heißt: Über die Beratungshilfe entscheidet das Amtsgericht, in Bremen und Hamburg gilt die öffentliche Rechtsberatung. Läuft in Ihrem Fall schon ein Verfahren, nennt die Justiz die Prozesskostenhilfe.
„Sie haben ein geringes Einkommen und wenig Ersparnisse oder Vermögen.“
Justiz-Services des Bundesjustizministeriums: Beratungshilfe · Quelle öffnen
„Die Beratung kostet 15 €.“
Justiz-Services des Bundesjustizministeriums: Beratungshilfe · Quelle öffnen
„Wenn in Ihrem Fall bereits ein Verfahren läuft, oder Sie eine Klage einreichen wollen, gibt es Prozesskostenhilfe.“
Justiz-Services des Bundesjustizministeriums: Beratungshilfe · Quelle öffnen
Weitere Quellen: § 12 Beratungshilfegesetz · § 1 Beratungshilfegesetz. Stand 06.11.2026

Beim ersten Gespräch helfen das Schreiben des Gerichts mit Umschlag, Testament oder Erbschein und Grundbuchauszug.

Diese Seite beurteilt Ihren eigenen Fall nicht. Sie sagt darum nicht, ob Sie den Antrag stellen sollten oder ob ein Aufschub Erfolg hat (warum).

Wie sicher ist das?

Stand und Quellen

Stand: 6. November 2026. Gesetze und amtliche Seiten gelesen am 06.11.2026. Nächste Prüfung: Januar 2027.

Verantwortlich: Nils Kummer, Klickhütte UG. Die Texte beruhen auf den unten verlinkten Gesetzen und amtlichen Seiten (so arbeiten wir). Fehler gefunden? Schreiben Sie an kontakt@klickhuette.de.

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